
Bahnhof von Irkutsk
Kirche bei Telma - Gastarbeiter Aslan

Mit 600.000 Einwohnern ist Irkutsk groesser als Frankfurt und eine durch und durch europaeische Stadt. Frueher war die Stadt Umschlagsplatz von Waren aus China, der Mongolei und dem fernen Osten Sibiriens, heute ist sie Verwaltungszentrum der gleichnamigen Region. 1661 von dem Kosaken Pokhabov gegruendet erhielt Irkutsk 1686 die Stadtrechte, 1727 wurde sie Bischofssitz und seit 1898 verbindet die transsibirische Bahnlinie, die auf Geheiss Alexander III gebaut wurde, Irkutsk mit dem 5.184 km entfernten Moskow.
Das historische Museum der Stadt gibt einen guten Ueberblick ueber diese Entwicklung, die der Kolonialisierung Nordamerikas oder Australiens aehnelt: Der Pioniergeist, der Umgang mit den Ureinwohner oder die Deportation von Straftaetern und politischen Widersachern, das alles kommt einem irgendwie bekannt vor. Das Museum zeigt auch die Kleidung und Gebrauchsgegenstaende der Ureinwohner. Uns fielen vor allem die mit Perlen und Pelzstuecken besetzten Lederkleider, die Zelte oder Pfeile und Boegen der Ewenken auf. Sie sehen aus wie die Requisiten fuer einen Indianerfilm.Und wirklich, ihre Vorfahren, die Nganassani, zogen vor 10.000 Jahren ueber die zugefrorene Beringstrasse nach Nordamerika.
Auf dem Weg nach Westen stellten wir zum wiederholten Male fest, dass die orthodoxen Kirchen und Kathedralen ueberall im Lande renoviert werden oder bereits in neuem Glanz dastehen. Eine solche Kirche bei Telma wurde gerade von tadschikischen Gastarbeitern, die fuer 20 Wochen hier arbeiten, instandgesetzt.
1 Kommentar:
Lieber Falko, lieber Karl,
ich hoffe, es wird Euch nicht langweilig in der Zivilisation! Habt Ihr die Koordinaten bekommen?
Liebe Grüße
Anna
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