Samstag, 17. Mai 2008

Morast und Ackerbau

Mittagspause im Sumpf


Karl faehrt am Fusse des Uran Uul


Baybalik: Historische Uigurenstadt zerfaellt


Auf dem Weg zum Kvoevsgoel Nuur ganz im Norden der Mongolei lernten wir die Qualitiaet der Landkarten gleich zweimal kennen. Die Strasse dorthin fuehrt ueber den Delger-Fluss, den Fahrspuren konnten wir auch bis zum Ufer folgen. Da gab es wohl mal eine Furt, wir aber mussten wegen einer erwateten Tiefe von mehr als einem Meter und guter Stroemung auf eine Flussquerung an dieser Stelle verzichten. Der 40 km-Umweg zur naechsten Bruecke endete fuer mich im Morast. Aus dem Buendel von Fahrspuren hatte ich eine gewaehlt, die zu nahe am Fluss entlang fuehrte. Die Winde, die ich ganze 13.000 km an meinem vorderen Stossfaenger mitgeschleppt hatte, wollte sich nicht ruehren. Dafuer zog Karl unser Fahrzeug wieder aus dem Dreck heraus.
Ja, das Land ist fruchtbar geworden; zum einen tragen die Fluesse mehr Schwemmgut mit sich, zum anderen finden sich hier eine Reihe erloschener Vulkane wie zum Beispiel der Uran Uul, die das Land mit fruchtbarer Schlacke ueberzogen haben. Wir sehen erste Ansaetze von Landwirtschaft und finden die Reste einer befestigten Uiguren-Siedlung aus dem 8. Jhdt. mit dem Namen Baybalik. Hier gab es Bewaesserungskanaele, mit denen die Uiguren das Wasser des Selenge-Flusses schon vor 1.300 Jahren fuer einen geregelten Ackerbau genutzt haben.

Keine Kommentare: