Freitag, 18. April 2008

Steppe, Staub und keine Menschen

Hinterm Horizont gehts weiter


Steppenbewohner


Zwischen dem kaspischen Meer, das 30 m unter Normal-Null liegt, und dem Aralsee, dessen Wasserspiegel immer noch 30 m Hoehe er-reicht, liegen 700 km kasachische Steppe. In der Karagije-Senke nur 20 km vom kaspischen Meer entfernt liegt der tiefste Punkt bei - 132 Metern, auf der Stufe, die wir westlich der Halbinsel Mangyshlak hinauffuhren, sind es + 250 Meter. Ansonsten konnten wir immer bis zum Horizont blicken.
Der lehmige Boden dieser Steppe laesst kein Wasser durch, die befuerchtete Naesse haette uns in eine Schlammschlacht verwickelt. Aber es war alles trocken, und statt Schlamm gab es Staub. Deshalb hat es auch nur drei Tage gedauert, bis wir das Ufer des Aralsees erreicht haben. Wir haben Steppenadler, Flugsandhuehner, kleine Murmeltiere, Wildgaense, Wildenten und frueh morgens sogar Saiga-Antilopen gesehen !! Die Naechte waren wild und einsam mit tollem Sternenhimmel.
Dann hatten wir einen Wettersturz: Nach Tagen mit 25 Grad Waerme drehte der Wind und schickte uns die sibirische Kaelte aus dem Osten mit - 8 Grad in der Nacht.
Die Orientierung fiel leicht, denn neben einem wabernden Spurengewirr haben uns die aus Google-Earth gewonnenen fast auf den Meter genauen GPS-Punkte entscheidend geholfen.

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